„Zug der Erinnerung“ – Deutsche Bahn AG verhängt Drehverbot
Bahnhöfe für TV-Interviews gesperrt

Zug der Erinnerung im Hauptbahnhof Saarbrücken - Foto: Petra Jung/SK/Archiv
Berlin – Der Zug mit einer mobilen Ausstellung über die „Reichsbahn“-Deportationen soll am 8. Mai auf dem früheren Deportationsbahnhof Berlin-Grunewald einfahren. Die DB AG gibt die Gleise bis heute nicht frei. Das Drehverbot gilt ebenso für das am Bahnhof Grunewald gelegene Mahnmal, das an die deportierten Berliner Juden erinnert. Einen Antrag auf Dreherlaubnis hatte der öffentlich-rechtliche Sender „radio berlin brandenburg“ (rbb) bei der DB AG gestellt. Daraufhin untersagte das Bahnunternehmen dem rbb die für gestern (03.05.2010) geplanten Interviews auf dem Mahnmalgelände.
Außer in Berlin-Grunewald will der „Zug der Erinnerung“ in Spandau, Berlin-Mitte, Berlin-Schöneweide und Ahrensfelde Station machen. Auf keinem dieser Bahnhöfe hat die DB AG bisher das Gedenken an die Opfer der „Deutsche Reichsbahn“ gestattet.
Der „Zug der Erinnerung“ kündigt an, ein Gedenkverbot nicht hinzunehmen. „Die Sperrung der Bahnhöfe am 8. Mai werden wir notfalls durchbrechen.“, heißt es in einer Stellungnahme von heute (04.05 2010). Die Initiative ruft dazu auf, zu Ehren der „Reichsbahn“-Opfer am 65. Jahrestag ihrer Befreiung auf dem Bahnhof Berlin-Grunewald Blumen niederzulegen.




