20 Kilo Koks im Saarland gefunden
Rauschgiftfahnder des Landeskriminalamtes (LKA) und des Zollfahndungsamtes Frankfurt/Main (ZFA) übernehmen die Ermittlungen

Koks -Foto: Petra Jung/SK
Saarbrücken/Dillingen – Da staunten die Mitarbeiter eines Verpackungsbetriebes für Tiefkühlprodukte in Rehlingen/Siersburg nicht schlecht! Als sie am Morgen des 19. Januar 2010 einen verplombten Seecontainer öffnen, finden sie neben dem angelieferten Fisch auch eine Tasche. In dieser entdecken die Beschäftigten mehrere Päckchen mit weißem Pulver. Da ihnen die Angelegenheit verdächtig erscheint, informieren sie die Polizei in Dillingen.
Erste Untersuchungen bestätigen den Verdacht, dass es sich höchstwahrscheinlich um Kokain handelt. Neben dem Rauschgift enthielt der Container ca. 20 Tonnen Lachs für eine deutsche Supermarktkette. Die aus Chile stammende Fracht wurde in Bremerhaven gelöscht und durch eine Spedition zum saarländischen Verpackungsunternehmen transportiert. Das Rauschgift, 19 Päckchen mit einem Gesamtgewicht von knapp über 20 kg, befand sich in einer Sporttasche. Die Drogen waren mit mehreren Kleidungsstücken bedeckt. Die Fahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Zollfahndungsamtes Frankfurt/Main und des LKA Saarland wollen nun mit Hilfe von Zeugenvernehmungen und kriminaltechnischen Untersuchungen die Herkunft des Rauschgiftes klären. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehen die Beamten von einer Fehlleitung der Drogenlieferung aus.



