FC Jamaika jetzt mit Ambitionen auf Fussballbundesliga – LINKE SAAR gegen Stadionneubau in Saarbrücken
Landesregierung im Saarland offenbar vom Größenwahn gepackt

Bildmontage: Walter Scheile
Saarbrücken – Als völlig an den Realitäten des Saarlands vorbeigehend, bezeichnete der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Landtag, Heinz Bierbaum, den Beschluss der Jamaika-Koalition, ein neues Stadion bauen zu wollen und dafür auch öffentliche Mittel einzusetzen.
Angesichts des Zustandes der Landesfinanzen und den mit der Wirtschaftskrise verbunden Probleme für die weitere wirtschaftliche Entwicklung und vor allem für den Arbeitsmarkt ist dieser Beschluss Ausdruck einer völligen Ignoranz dessen, was an Politik im Saarland nötig ist. „Wir brauchen kein neues Stadion, sondern wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der sozialen Probleme, wie sie in der jüngst veröffentlichen Sozialstudie beschrieben sind“, so Bierbaum.
Erst gestern hatten die drei Fraktionsvorsitzenden von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen erklärt, der Koalitionsausschuss hat sich auf seiner turnusmäßigen Sitzung am Montag darauf verständigt, dass es ein bundesligataugliches Fußballstadion im Saarland geben soll. Überein stimmte der Koalitionsausschuss, dass das Land weder Bauherr noch Betreiber einer solchen Fußballarena sein kann. Weiter wollen die Koalitionäre bei Vorlage konkreter Pläne zur Realisierung eines solchen Vorhabens prüfen, wie sie den Bau eines Fußballstadions finanziell unterstützen können.



