Über 50 Arbeitnehmer wegen Krankheit bei Villeroy & Boch in Luxembourg durch Einschreiben abgemahnt
Erneute Provokation seitens der Werksleitung von Villeroy & Boch
Luxembourg – Der Betriebsrat zeigt sich mehr als Überrascht über die erneute Provokation, seitens der Werksleitung von Villeroy & Boch in Luxemburg, dies insbesondere vor dem ersten Termin vor dem Schlichter am Donnerstag den 12. November 2009 um 14.30 im Arbeitsministerium in Luxemburg. Dieses Schreiben ist in unseren Augen schlichtweg ein Drohbrief und zeugt von schlechten Sozialdialog seitens der Werksleitung, welcher seit dem 20. März 2009 andauert.
In der Kalenderwoche 49/2009 wurden über 50 Arbeitsnehmer per Einschreiben abgemahnt, weil die Werksleitung am Wahrheitsgehalt der Krankschreibung, trotz ärztlichem Attest, zweifelt. Die Werksleitung behauptet, dass die Arbeitnehmer sich abgesprochen haben, sich krank zu melden, um so die Produktion lahm zu legen. In den Augen der Werksleitung käme dies einem illegalen Streik nahe.
Weiter wird den Arbeitnehmer vorgehalten, dass diese Krankschreibungen (Trotz Krankenschein) bei nachweisbaren illegalen Streik zur fristlosen Freisetzungen führen kann. Zudem wird Ihnen die Maßnahmen seitens Arbeitnehmer in einem juristischen Ton vorgelegt, welche angewandt werden können.
Der Wortlaut, der den Betriebsrat mehr als erniedrigend findet: « … que la présentation d’un certificat médical ne vous met pas à l’abri des mesures et de sanctions consécutives à entreprendre de votre employeur. » (Die Vorlage eines ärztlichen Attest schütz Sie nicht gegen Maßnahmen und Sanktionen, welche direkt von Ihrem Arbeitgeber getroffen werden können.)




Ich wurde im Krankenschein (mit Operation!!!),schriftlich abgemahnt wegen wiederholten zuspätkommens.
Zu Recht meine ich!! Sie wundern sich ?
Wenn das ganze Zeitnah erfolgt wäre und nicht 10 Monate nach dem letzen Fall( im Januar 55 Sekunden zu Spät)
Hätte ich ohne zu Murren das ganze akzeptiert.
Aber 3 Tage nach einer OP so ein Schreiben was nur dazu dient den “Patienten” oder dachten die Herren etwa den Krankfeierer
zu mehr Disziplin zu ermuntern und zu verunsichern.
Dann noch als Zusatz mit Kündigung drohen wenn sich das Verhalten diesbezüglich(Zuspätkommen)nicht ändert.
Hat es dass nicht schon seit 10 Monaten?
Fingerspitzengefühl und madigmachen sind halt 2 Paar Schuhe.
Nicht nur dass der Heilungsprozess darunter leidet,sondern auch die Psyche wird sehr gefährdet.
Die Auswirkungen diesbezglich sind weitaus schlimmer als man denkt.
Ein schlechter Stil der nach 36 Jahren Betriebszugehörigkeit nicht angebracht ist.
Mein Arzt jedenfalls kann bestätigen dass ich Krank bin und durch so eine Massnahme bestimmt nicht schneller gesund werde.
Die sogenannte Fürsorgepflicht des Arbeitgebers wird mit Füssen getreten.
Anders wird es mit V&B auch nicht sein .
So ein Prozess geht an vielen nicht spurlos vorbei.
Dies sollte man auch bedenken.
Die denken wahrscheinlich dass jeder der gefeuert wird weniger Ansprüche sprich Abfindung bekommt.
Da haben Sie die Rechnung aber ohne die Gerichte gemacht:
Klage auf Wiedereinstellung innerhalb 14 Tagen nach “Freisetzung”
Viel Glück allen die in der Situation betroffen sind.